Fetisch, Patriarchat und anderer Leute Popkultur

Damals, 1945, haben die Alliierten Japan zwar die Demokratie gebracht – aber nicht nur um den Preis der Atombombe, sondern auch der westlich-bürgerlichen Geschlechtervorstellungen. Mit den Reformen unter der amerikanischen Besatzung wurden patriarchalische Werte vertieft, nach denen die Sexualität der Frauen von ihren Bedürfnissen getrennt und allein jenen der Männer untergeordnet wurden.

Liebe war in Japan bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein eng mit Sex verbunden. Es gab keine deutliche ideologische Zweiteilung zwischen der platonischen Liebe und der körperlich-geschlechtlichen wie im Westen.

Ein lesenswerter Beitrag von Ataru in seinem Block The Nonbiri Times unter anderem über Geschlechterverhältnisse und Populärkultur in Japan, in dem es vordergründig um etwas völlig anderes geht: Einen schlüpfrigen Manga um die zweideutigen Verhältnisse von Drittklässlerinnen zu ihrem jungfräulichem Lehrer und die Schwierigkeiten, diesen Manga auf den westlichen Markt zu bringen. So eine große Diskrepanz zwischen meiner Erwartungshaltung gegenüber dem Text nach den beigefügten Bildern und dem tatsächlichen Inhalt habe ich schon lange nicht mehr erlebt.


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